Liebe Freunde der Adventskirche,
liebe Schnelsenerinnen und Schnelsener,

die Adventskirche am Kriegerdankweg ist eine sogenannte Notkirche, die nach dem 2. Weltkrieg in Deutschland entstanden ist. Der Bauhaus-Architekt Otto Bartning hatte eine Art Baukastensystem mit serienmäßig aus Holz vorgefertigten und leicht montierbaren Bauteilen entwickelt, um vergleichsweise günstig neue Kirchen errichten zu können. Der Begriff „Notkirche“ stand dabei nicht für ein Provisorium, sondern für eine Möglichkeit, in der Not der Nachkriegszeit einen Gebetsraum zu schaffen.

Auch die Gemeinde Schnelsen wurde mit großen und kleinen Spenden bedacht und konnte auf dieser Basis in nur sechs Monaten Bauzeit eine Bartning'sche Notkirche errichten.

Am 4. Advent 1949 wurde sie der Gemeinde mit dem Namen Adventskirche zur Nutzung übergeben. Die vorgefertigten Holzträger mussten von den Gemeindemitgliedern aufgestellt und mit (Trümmer-)Steinen für die Grundmauern ergänzt werden. Viele Schnelsener und Schnelsenerinnen haben damals tatkräftig mit Hand angelegt und damit maßgeblich zum Bau der Adventskirche beigetragen.

 - Copyright: Rainer Kolbe

Nachdem der Kirchbau seine ersten 70 Jahre ohne große Blessuren gut überstanden hat, muss die Adventskirche aber nun für ihre Zukunft als ein Zentrum der Kirchengemeinde und Zeugnis der Schnelsener Nachkriegsgeschichte in ihrer guten Verfassung erhalten und bestärkt werden. Dies ist mit zum Teil aufwendigen Arbeiten verbunden. So ist das Mauerwerk insbesondere am Kirchturm an vielen Stellen in Stein und Fuge zu sanieren. In den kommenden Jahren werden dann sowohl der Fußboden – und damit das Fundament der Kirche – als auch das Kirchendach vollständig zu erneuern sein.

Wie vor 70 Jahren beim Bau benötigen die Gemeinde und der Stadtteil Schnelsen auch jetzt Ihre Unterstützung, um die Adventskirche für Ihre Zukunft zu ertüchtigen. Eine Unterstützung für diese kann jedoch nicht – wie vor 70 Jahren – durch buchstäblich tatkräftige Mithilfe erfolgen. Diesmal müssen die erforderlichen Arbeiten den fachkundigen Gewerken überlassen bleiben, um auch die Anforderungen des Denkmalschutzes zu erfüllen und das Gebäude in seiner ursprünglichen Verfassung für die kommenden Generationen dauerhaft zu erhalten.

 

Um insbesondere eine ergänzende Finanzierung der für die Arbeiten hohen Aufwendungen zu ermöglichen, wurde der „Freundes- und Förderkreis für den Erhalt der Adventskirche“ ins Leben gerufen. Insbesondere der durch Spenden ermöglichte Aufbau der Adventskirche vor 70 Jahren ist dem Freundes- und Förderkreis jetzt die Verpflichtung, den Erhalt der Adventskirche zu unterstützen. Vor 70 Jahren ist es gelungen, Freunde und Förderer für den Bau der Kirche zu gewinnen – dieses Gelingen ist jetzt unser Anspruch für die Zukunft der Adventskirche.

Nach der Etablierung des Freundes- und Förderkreises werden wir Möglichkeiten erarbeiten, um das Ziel Zukunft Adventskirche zu unterstützen. Schon jetzt wollen wir beginnen, die Finanzierung der Baumaßnahmen durch Förderbeiträge und Spenden zu ergänzen. Haben wir Ihr Interesse geweckt, mit uns als die Freunde der Adventskirche dieses Ziel zu erreichen und den Weg fortzusetzen, der beim Bau der Adventskirche vor 70 Jahren begonnen wurde?

Sprechen oder schreiben Sie uns gern an.


Grafik oben: K. Reinhold – Foto Mitte: Rainer Kolbe – Foto unten: Axel Klappstein